Relevante Tatsachen diskret einordnen
In Unterhaltsverfahren können tatsächliche Lebensverhältnisse, Erwerbstätigkeit oder Betreuungssituationen entscheidend sein. Zugleich handelt es sich um einen besonders sensiblen persönlichen Bereich. Ermittlungen müssen deshalb eng an der konkreten rechtlichen Frage ausgerichtet und auf das erforderliche Maß begrenzt werden.
QUINTEGO prüft keine allgemeine Lebensführung. Im Mittelpunkt stehen ausschließlich Tatsachen, die nach Abstimmung mit dem Auftraggeber und möglichst mit der beauftragten Kanzlei für die Unterhaltsfrage erheblich sein können – etwa belastbare Hinweise auf Wohn-, Arbeits- oder Betreuungsverhältnisse. Intime Lebensbereiche, unzulässige technische Überwachung und das Ausforschen unbeteiligter Personen sind ausgeschlossen.

Beweisfrage mit der rechtlichen Relevanz abstimmen
Vor Beginn werden vorhandene gerichtliche oder anwaltliche Unterlagen, die konkrete Beweisfrage, relevante Zeiträume und bereits bekannte Widersprüche geordnet. Dadurch lässt sich vermeiden, dass umfangreiche Maßnahmen ohne tatsächliche Relevanz durchgeführt werden.

Feststellungen werden sachlich, zeitbezogen und ohne wertende Zuspitzung dokumentiert. Ob und in welcher Form sie in ein familienrechtliches Verfahren eingebracht werden, sollte die beauftragte Kanzlei entscheiden; eine rechtliche Schlussfolgerung wird nicht vorweggenommen.
Begrenzte Ermittlungsansätze in Unterhaltssachen
- Prüfung der vorhandenen Angaben und konkreten Widersprüche
- Eingrenzung relevanter Personen, Zeiträume und tatsächlicher Umstände
- Rechtmäßig zugängliche Recherche zu beruflichen oder wirtschaftlichen Bezügen
- Anlassbezogene Feststellungen ohne Eingriff in den höchstpersönlichen Bereich
- Sachliche Dokumentation für die Bewertung durch den Rechtsbeistand