Vorfälle ordnen, Schutz vorbereiten
Stalking entwickelt sich häufig aus vielen einzelnen Vorfällen, die isoliert geringfügig wirken, in ihrer Wiederholung jedoch ein klares Belastungs- oder Gefährdungsmuster bilden. Eine sorgfältige Fallarbeit beginnt deshalb mit Sicherheit, Chronologie und Beweiserhalt – nicht mit einer unüberlegten Kontaktaufnahme zur verdächtigten Person.
Wir ordnen Nachrichten, Anruflisten, Profilaktivitäten, Annäherungen, Beobachtungen und mögliche Identitätsbezüge in einer belastbaren Ereigniszeitleiste. Digitale Nachweise werden möglichst mit Zeitstempel, Absenderbezug, Originaldatei und technischem Kontext gesichert. Operative Maßnahmen richten sich nach der konkreten Gefährdungslage und werden mit bestehenden Schutzmaßnahmen abgestimmt.

Sicherheit priorisieren und Ereignisse beweissicher ordnen
Im Erstgespräch erfassen wir Häufigkeit, Eskalationsanzeichen, bekannte Personenbezüge, Aufenthaltsorte und bereits eingeschaltete Stellen. Bei akuter Gefahr hat der unmittelbare Schutz Vorrang; in solchen Situationen sind Polizei oder Notruf die richtigen Ansprechpartner.

Anschließend werden nur die Ermittlungsansätze verfolgt, die zur Identifizierung, Beweissicherung oder Risikoreduzierung beitragen. Ergebnisse können auf Wunsch für die weitere Abstimmung mit Rechtsbeistand, Beratungsstelle oder Strafverfolgungsbehörden strukturiert aufbereitet werden.
Leistungsbausteine bei wiederkehrender Nachstellung
- Strukturierte Gefährdungs- und Ereignisanalyse
- Chronologische Sicherung analoger und digitaler Kontaktspuren
- Prüfung von Profilen, Identitäten und öffentlich zugänglichen Verknüpfungen
- Anlassbezogene Beobachtung relevanter Orte im rechtlich zulässigen Rahmen
- Dokumentation für Schutzplanung und weitere rechtliche Schritte