Sie sind unterwegs, arbeiten im Ausland oder können Ihr Smartphone gerade nicht zur Untersuchung übergeben? Bei einem Verdacht auf digitale Überwachung kann eine Remote-Analyse eine zusätzliche Möglichkeit bieten, erste technische Anhaltspunkte zu gewinnen.
Mit dem QUINTEGO Remote QuickCheck untersucht Detektei QUINTEGO die während einer vereinbarten Sitzung erfassbare Netzwerkkommunikation geeigneter iOS- und Android-Geräte. Das Smartphone bleibt bei Ihnen. Über eine autorisierte, geschützte Verbindung wird der relevante Datenverkehr zur technischen Analyse geführt.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob sich in dieser Kommunikation Hinweise auf unerwünschte Aktivitäten finden. Welche Aussage das Ergebnis erlaubt, hängt vom untersuchten Verkehr, vom Zeitraum und von den technischen Voraussetzungen ab.
Was beim Remote QuickCheck untersucht wird
Apps, Betriebssystem und Hintergrunddienste eines Smartphones bauen regelmäßig Verbindungen zu unterschiedlichen Servern auf. Eine Netzwerkanalyse betrachtet die dabei zugänglichen technischen Merkmale und ordnet sie im Zusammenhang ein.
Je nach erfassbarem Datenverkehr können unter anderem folgende Punkte untersucht werden:
- Kommunikationsziele, die einer näheren Prüfung bedürfen,
- ungewöhnliche Verbindungsmuster und technische Anomalien,
- Hinweise auf bekannte schädliche Kommunikationsinfrastruktur,
- mögliche Kompromittierungsindikatoren, sogenannte Indicators of Compromise oder IoCs.
Eine unbekannte Adresse allein belegt keinen Angriff. Auch reguläre Apps, Cloud-Dienste oder eingebundene Werbedienste können Verbindungen erzeugen, deren Zweck für den Nutzer zunächst nicht erkennbar ist. Deshalb gehört die fachliche Bewertung der Feststellungen zur Untersuchung.
Ein IoC ist ein Hinweis auf eine mögliche Kompromittierung. Ob er im konkreten Fall tatsächlich relevant ist, muss anhand der verfügbaren Informationen geprüft werden.
Hinweise auf Pegasus und FinFisher
Auch Hinweise auf staatlich eingesetzte Überwachungssoftware wie Pegasus oder FinFisher können anhand bekannter technischer Indikatoren erkannt werden. Bei einer Remote-Netzwerkanalyse setzt dies voraus, dass relevante Kommunikation während der Untersuchung erfasst wird und passende Indikatoren für die Auswertung vorliegen. Ein solcher Hinweis muss fachlich geprüft werden; für den Nachweis einer Infektion kann eine weitergehende Geräteforensik erforderlich sein.
Historische Untersuchungen dokumentieren entsprechende Erkennungsansätze: Amnesty International zu Pegasus (18. Juli 2021) und Citizen Lab zur FinFisher-Infrastruktur (15. Oktober 2015). Diese Berichte belegen keine aktuelle Erkennungsleistung eines bestimmten QuickCheck-Produkts.
Für wen eine Untersuchung aus der Ferne infrage kommt
Eine Remote-Analyse kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn zwischen Smartphone und Untersuchungsort eine größere Entfernung liegt. Das betrifft beispielsweise Geschäftsreisende, Beschäftigte im Ausland oder Unternehmen mit mehreren Standorten.
Entscheidend ist jedoch die technische Fragestellung. Geht es um auffällige Netzwerkkommunikation, kann der QuickCheck geeignete Anhaltspunkte liefern. Werden dagegen Daten aus dem Gerätespeicher oder Spuren früherer Aktivitäten benötigt, kann eine weitergehende Untersuchung erforderlich sein.
Welche Methoden bei einem Überwachungsverdacht infrage kommen, erläutert auch unsere Spyware-Prüfung auf mobilen Endgeräten.
iPhone und Android: Voraussetzungen vorab klären
Der QUINTEGO Remote QuickCheck richtet sich an geeignete iOS- und Android-Mobilgeräte. Vor einer Beauftragung klären wir Gerätetyp, Betriebssystemstand, vorhandene Auffälligkeiten und die verfügbare Internetverbindung.
Bei geschäftlich verwalteten Smartphones können zusätzlich MDM-Vorgaben oder bestehende VPN-Konfigurationen relevant sein. Ob die benötigte Verbindung eingerichtet werden kann und darf, wird im Vorfeld abgestimmt. Eine Untersuchung erfolgt nur mit entsprechender Berechtigung.
So läuft die Remote-Analyse bei QUINTEGO ab
1. Beobachtungen und Untersuchungsziel besprechen
Zunächst schildern Sie, was Ihnen aufgefallen ist und seit wann die Auffälligkeit besteht. Hilfreich sind konkrete Beobachtungen und Angaben zum betroffenen Gerät.
Wir prüfen anschließend, ob die Analyse des Netzwerkverkehrs zu Ihrer Fragestellung passt. Dabei werden Untersuchungsumfang und technische Voraussetzungen vorab festgelegt.
2. Geschützte Verbindung autorisieren
Für die Sitzung erhalten Sie die erforderlichen Informationen zur Einrichtung der Verbindung. Sie autorisieren diese auf dem vorgesehenen Mobilgerät.
Über die geschützte Verbindung kann der für die Untersuchung relevante Netzwerkverkehr dem Analysesystem zugeführt werden. Ein Versand des Smartphones ist für diesen Untersuchungsschritt nicht erforderlich.
3. Beobachtbare Kommunikation analysieren
Während der Sitzung wird der erfassbare Netzwerkverkehr technisch ausgewertet. Dabei können Kommunikationsziele, wiederkehrende Muster und mögliche Sicherheitsindikatoren betrachtet werden.
Nicht jede Funktion eines Geräts muss während einer einzelnen Sitzung aktiv sein. Die Untersuchung bezieht sich deshalb auf den tatsächlich beobachteten Zeitraum und den zugänglichen Datenverkehr.
4. Befunde einordnen und weitere Schritte abstimmen
Die Feststellungen werden fachlich bewertet. Dabei ist zu unterscheiden, welche Aktivitäten nachvollziehbar zum regulären Betrieb gehören und welche Befunde zusätzliche Prüfungen rechtfertigen.
Ergibt sich Bedarf an einer tiefergehenden Untersuchung, besprechen wir die geeigneten nächsten Schritte. Eine Smartphone-Forensik kann weitere Datenquellen einbeziehen, soweit diese technisch zugänglich sind.
Welche Grenzen hat eine Remote-Spyware-Prüfung?
Der Remote QuickCheck untersucht die Netzwerkkommunikation eines Mobilgeräts. Er beinhaltet keine vollständige forensische Fernextraktion des Smartphones.
Geräteinterne Datenbanken, gespeicherte Inhalte oder Systemartefakte stehen bei einer reinen Verkehrsanalyse nicht im selben Umfang zur Verfügung wie bei einer weitergehenden Geräteuntersuchung. Auch werden verschlüsselte Kommunikationsinhalte durch die Analyse nicht automatisch lesbar.
Ein unauffälliges Ergebnis bedeutet, dass im untersuchten Netzwerkverkehr während der Sitzung keine entsprechenden Auffälligkeiten festgestellt wurden. Aussagen über frühere Vorgänge oder nicht erfasste Aktivitäten lassen sich daraus allein nicht ableiten.
Umgekehrt muss ein auffälliger Befund nicht zwangsläufig auf Überwachungssoftware zurückgehen. Für eine belastbare Einordnung sind der technische Zusammenhang und mögliche legitime Erklärungen zu berücksichtigen.
Remote-Analyse auch aus dem Ausland
Das Mobilgerät und das Analysesystem müssen sich für eine geeignete Remote-Untersuchung nicht am gleichen Ort befinden. Damit kann die Analyse grundsätzlich auch bei einem Aufenthalt im Ausland infrage kommen.
Voraussetzungen sind ein unterstütztes Gerät, eine geeignete Internetverbindung und die erforderliche Autorisierung. Ob die Verbindung am jeweiligen Standort technisch eingerichtet und rechtlich genutzt werden kann, muss vorab geklärt sein. Eine uneingeschränkte Verfügbarkeit in jedem Land lässt sich daraus nicht ableiten.
Detektei QUINTEGO mit Sitz in Grünwald bei München stimmt diese Voraussetzungen vor der Beauftragung mit Ihnen ab.
Wie Remote QuickCheck und Lauschabwehr zusammenpassen
Bei einem Überwachungsverdacht können unterschiedliche Informationswege relevant sein. Eine technische Lauschabwehr untersucht beispielsweise Räume oder Fahrzeuge auf Hinweise auf unerwünschte Aufzeichnungs- und Übertragungstechnik. Die Remote-Analyse betrachtet dagegen die beobachtbare Kommunikation des Smartphones.
Die Befunde beider Untersuchungen müssen jeweils für ihren eigenen Bereich bewertet werden. Ein unauffälliger Raum erlaubt keine pauschale Aussage zum Smartphone. Eine auffällige Geräteverbindung belegt wiederum keine versteckte Abhörtechnik im Raum.
Weitere Informationen finden Sie zur professionellen Lauschabwehr und in unserem Beitrag über die Prüfung von Handy, PC, Mac und Netzwerk.
Preis: 892,50 € brutto pro Gerät
Die Zusammensetzung des Gesamtpreises:
- Nettoentgelt: 750,00 €
- Umsatzsteuer: 750,00 € × 19 % = 142,50 €
- Gesamtpreis: 750,00 € + 142,50 € = 892,50 €
Der Preis gilt für die hier beschriebene Remote-Analyse eines geeigneten Mobilgeräts. Vor Beginn stimmen wir ab, ob Ihr Gerät und Ihre Fragestellung dafür geeignet sind. Der Umfang gegebenenfalls erforderlicher weitergehender Untersuchungen wird gesondert besprochen.
Remote QuickCheck vertraulich anfragen
Sie möchten Ihr Handy auf Hinweise auf Spyware prüfen lassen und können es derzeit nicht persönlich übergeben? Schildern Sie uns Ihre Beobachtungen, den Gerätetyp und Ihren aktuellen Standort.
Wir klären mit Ihnen, ob eine Remote-Analyse des Netzwerkverkehrs einen sinnvollen Untersuchungsansatz bietet.



