Schadenakte, Ereignisablauf und tatsächliche Feststellungen zusammenführen
Eine ungewöhnliche Schadenmeldung ist noch kein Betrugsnachweis. Abweichungen können auf Erinnerungsfehler, unvollständige Unterlagen oder eine missverständliche Schadenaufnahme zurückgehen. Eine professionelle Prüfung arbeitet deshalb hypothesenoffen: Sie untersucht belastende und entlastende Umstände gleichermaßen und trennt objektive Widersprüche von bloßen Auffälligkeitssignalen.
Je nach Beweisfrage werden Schadenanzeige, Korrespondenz, Rechnungen, Bild- und Videodateien, Zeitangaben, Eigentums- und Nutzungsnachweise sowie vorhandene technische Daten abgeglichen. Digitale Unterlagen lassen sich auf Metadaten, Dateihistorie, Dubletten und zeitliche Konsistenz prüfen. Ergänzende Recherche oder Observation kommt erst in Betracht, wenn ein konkreter, dokumentierter Anlass besteht und die Maßnahme erforderlich sowie verhältnismäßig ist.

Vom Auffälligkeitssignal zur überprüfbaren Schadenhypothese
Zu Beginn wird der behauptete Schadenablauf als überprüfbare Ereigniskette modelliert. Für jede wesentliche Angabe wird festgehalten, durch welche Quelle sie gestützt, widerlegt oder noch nicht geklärt wird. Diese Quellenmatrix verhindert, dass eine einzelne Unstimmigkeit vorschnell zur abschließenden Bewertung des gesamten Falls führt.

Die Ergebnisdarstellung beschreibt Tatsachen, Herkunft der Belege, alternative Erklärungen und verbleibende Lücken. Ob ein festgestellter Sachverhalt strafrechtlich insbesondere unter § 263 oder § 265 StGB einzuordnen ist, entscheiden die zuständigen Rechtsabteilungen, Rechtsbeistände und gegebenenfalls Gerichte – nicht die Ermittlungsdokumentation.
Mögliche Prüffelder in komplexen Schadenfällen
- Chronologische Rekonstruktion von Schadenereignis, Meldung und Nachweisen
- Plausibilitätsprüfung von Rechnungen, Eigentumsbelegen und technischen Unterlagen
- Metadaten- und Konsistenzanalyse digitaler Fotos, Videos und Dokumente
- Anlassbezogene Recherche oder operative Feststellungen im zulässigen Rahmen
- Quellenklarer Abschlussbericht mit belastenden und entlastenden Befunden
Weitere Informationen zur Leistung
Auffällige Schadensmuster oder widersprüchliche Angaben können auf Versicherungsbetrug hindeuten. QUINTEGO prüft Schadensverläufe quellenkritisch und dokumentiert belastbare Tatsachen für die weitere Bearbeitung.
Häufige Fragen
Was ist typisch für Versicherungsbetrug?
Wiederkehrende Schadensfälle, widersprüchliche Zeugenaussagen, gefälschte Belege oder überhöhte Schadensangaben.
Wer beauftragt die Prüfung?
Versicherungen, Sachverständige, Anwälte oder Privatpersonen mit berechtigtem Interesse.
Wie werden die Ergebnisse verwertet?
Als Grundlage für Leistungsabwehr, Regress oder Strafanzeige.
Regionale Verfügbarkeit
Versicherungsbetrug decken wir unter anderem in München, Berlin, Hamburg und Frankfurt am Main auf. Eine Übersicht aller Städte und Länder finden Sie unter Einsatzorte. Kontaktieren Sie uns für eine vertrauliche Erstberatung.
